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Theatre Lab

THEATRE LAB

 

Ende April 2016 haben wir angefangen, in einem großen Atelierraum einer Geflüchtetenunterkunft in Berlin-Reinickendorf  Theater zu spielen. Mit 10 Kindern und Jugendlichen aus der Unterkunft  im Alter von 10 bis 16 Jahren sollten grundlegende Theaterelemente erarbeitet werden, mit Hilfe derer vorführbare Szenen entstehen. Die Übungen in der Theaterwerkstatt sind nicht an Sprache gebunden und so auch für Teilnehmende geeignet, die nicht der deutschen oder englischen Sprache mächtig sind. Zugang hatten auch Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft.

Am ersten Tag kamen 11 Kinder im Alter von 6 – 11 Jahren. Interessierte Ältere und Mütter schauten rein. Wir begannen mit Kennenlernspielen, Bewegung im Raum mit und ohne Musik, Kostüme anprobieren, Scharaden mit Gegenständen und Eigenschaften. Alle Kinder sprechen deutsch.

Die Teilnahme an den darauf folgenden Theaterwerkstatt-Terminen war unregelmäßig. Einige Mädchen ließen sich von den Kostümen inspirieren und improvisierten Rollenspiele, sprangen dann aber auf und verließen den Raum. Kleine Jungen störten und tobten. Der Raum bot zu viele Ablenkungen. Es kamen immer weniger Kinder und sie wollten sich nicht auf Spiele und Übungen einlassen.

Wir versuchten, auf einen anderen Raum auszuweichen. Dort sitzen den ganzen Tag über jungen Männer an ihren Smartphones. Die Atmosphäre war düster. An zwei Tagen ließen sich zwei Kinder blicken. In Gesprächen machten sie deutlich, dass sie gern konkrete Geschichten, z. B. Märchen spielen würden, versprachen Freundinnen und Freunde dazu zu holen, was sie dann aber nicht taten. Nach acht Terminen haben wir die Arbeit in dieser Geflüchteten-Unterkunft abgebrochen.

Das nahe gelegene Jugendcafé Laiv stellte einen gut geeigneten Raum und einen regelmäßigen Termin zur Verfügung. Mit Bewegungsspielen, Musik, Kostümen und Masken ließen sich 5 Kinder im geplanten Alter ab 10 Jahre anlocken, waren aber beim nächsten Termin nicht da. Wir sprachen Kinder und jüngere Jugendliche, die in einer anderen Geflüchteten-Unterkunft wohnen und das Jugendcafé besuchen, auf Theaterproben und eine Aufführung beim jährlichen Begegnungsfest Ende September an. Sie zeigten Interesse.

Wegen der Schließung des Jugendcafés in der ersten Sommerferienhälfte bemühten wir  uns um einen Raum in der Unterkunft Oranienburger Straße auf deren Gelände auch jährlich das Begegnungsfest stattfindet.

Eine Sozialarbeiterin und der Koordinator für ehrenamtliche und Gruppenarbeit machten die Theaterwerkstatt bei den Kindern und Jugendlichen bekannt. Viele Kinder und wenige Jugendliche waren da und beschäftigten sich ausgiebig mit den Kostümen. Wieder begannen wir mit Kennenlernspielen, Bewegung im Raum und Begriffe spielen. Nach kurzer Zeit stellten wir fest, dass das es den Kindern schwer fällt, einfachste Spielinhalte auszudenken. Wir erzählten die Geschichte vom „Kampf mit dem Drachen“ – eine märchenhafte und einfache Spielidee mit verschiedenen Rollen, Tänzen und wenig Sprechtext.

Wir arbeiteten zweimal wöchentlich am Stück und bauten einen großen Drachen – eine Konstruktion aus Holz, Draht und Stoff in dem auch Kinder verschwinden sollten. Die Fluktuation bei den Werkstatt-Terminen war groß. Kinder die sich für feste Rollen entschieden hatten kamen plötzlich nicht mehr, oder sie kamen und wollten aber ihre Rolle nicht mehr spielen.

In der Woche vor der Aufführung standen endlich die Rollenbesetzungen fest, und die Kinder waren entsprechend aufgeregt. Wir schrieben Einladungskarten für die Eltern. Die Aufführung fand am 24.09.2016 im Rahmen des Begegnungsfestes statt.

THEATRE LAB wurde vom Bund Deutscher Amateurtheater im Rahmen von “Bündnisse für Bildung” gefördert.Kooperationspartner: Aufwind e.V. Verein für Erziehungshilfen und die Jugendkunstschule Atrium.

 

 

admin in Theater am 02. 09. 2014 » 0 Kommentare

“Trafohaus im Park am Gleisdreieck bekommt Farbe”

 

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Die One Love Crew gestaltete die Flächen des Trafohaus’ im Herbst 2013. Es war ihr zweiter Auftrag als Crew. Vattenfall hat das Projekt finanziert.

 

 


Grüne Tore – Das Projekt im Kulmer Kiez

 

„Grüne Tore“ ist ein Nachbarschafts-Projekt im KulmerKiez, in dem Nachbarinnen und Nachbarn durch die Errichtung von Skulpturen und deren Begrünung mehr Bezug zu ihrer Umgebung und der Stadtnatur erwerben, öffentliche Orte als Lebensraum für alle erfahren und selbst an der Gestaltung ihres Kiezes mitwirken.

 

Weitere Freundinnen und Freude des Projekts „Grüne Tore“ sind jederzeit willkommen!

 

Seit Mai 2011 wurden sieben Grüne Tore erstellt, zwei waren nur für einen Tag zu sehen – nämlich beim Straßenfest im September 2011.

Die fünf anderen verteilen sich zwischen Katzler- und Neue Steinmetzstrasse. Sie sind ein Abbild von der Vielfältigkeit an Ideen, Fähigkeiten und Engagement der kleinen und großen Tor-Bauer/innen.

Die Grünen Tore selbst sind Pflanzungen und Konstruktionen ganz eigener Arten und Stile. Aspekte des Schrebergartens finden sich wieder, solche aus der anthroposophischen Lehre, aus den Sagen des Altertums und solcher von neuesten Techniken der Vertikalbepflanzung. Es lohnt sich ein Rundgang von Tor zu Tor in unserem Schöneberger Kiez, um die Unterschiede ausfindig zu machen.

 

In der Gemeinsamkeit sind die einzelnen Tore grüne Skulpturen, ist es Kunst im öffentlichen Raum. Sie sind ein Symbol der freiwilligen Aktivitäten und der Zusammengehörigkeit aller – und bei allen Aktivitäten gilt: Der Weg ist das Ziel. Projekt und Tore orientieren sich an der Beuys´ Vision der „Sozialen Plastik“, der Gestaltung von Gesellschaft durch die praktizierte Kreativität eines jeden Einzelnen.

 

 

Vorbesprechung …

… und Bau des ersten Grünen Tors

 

Vom Start an haben die Grünen Tore,  die Menschen im Kulmer Kiez bewegt: Noch in der Kälte des Frühjahrs 2011 brachten nach Aufrufen viele Anwohner/innen Pflanzen- und Sämerei-Spenden vorbei.

Los ging es mit dem Bauen Mitte Mai 2011 in der Katzlerstraße (neben der Katzlerstraße 11). Hier errichteten fast 40 Menschen innerhalb weniger Stunden am Gehwegrand auf dem Spielplatzgelände das erste Tor. Jüngere und Ältere packten an. Mit dabei waren unter anderem Männer aus der nahen Moschee, Mitglieder des Regenbogenschutzkreises, Anwohner/innen aus dem Hausprojekt Katzlerstraße 13, Jugendliche vom Treff 62 und eine Pflanzen-Pädagogin. Spontan übernahm das Hausprojekt die Patenschaft und pflegt seitdem das Tor und die Pflanzen.

Die Wirkung des gemeinsamen Schaffens hält an: „Noch heute grüßen die älteren Männer morgens auf dem Weg zur Moschee, da ist viel entstanden – ich freue mich auf weitere Aktionen“, so ein Nachbar.

 

Voller Schwung ging´s dann Ende Mai an das zweite Grüne Tor in der Gegend um die Neue Steinmetzstraße (nahe Neue Steinmetzstr. 2). Die Aushänge mit der Einladung zum Tor-Bau zeigten auch in dieser eher lose strukturierten Nachbarschaft ihre Wirkung: Erwachsene und Jugendliche, die sich auf dem Spielplatz an der Straße gerne treffen, halfen tatkräftig mit und Kinder aus dem nahen Fresh 30 waren ebenso mit dabei. Blumen wurden gespendet, manchmal sollte es auch Geld sein.

In gemeinsamer Arbeit entstand innerhalb einer ganzen spannenden Woche das mit blühenden Pflanzen bestückte „Brandenburger Törchen“. Dies Grüne Tor ähnelt nicht nur seinem großen Vorbild, es ist auch ein wahrhaftig funktionierender, hängender Garten, wie aus den Zeiten Babylons, und einem ihn tragenden Altartisch.

Wieder kamen staunende Passant/innen und Leute aus der Straße miteinander und mit den Tor-Bauer/innen ins Gespräch über Themen wie Gemeinschaft, Mitmach-Möglichkeiten und das Aussehen und Gestaltung ihrer Straßen.

 

Neben dem Tore-Errichten ging es in den folgenden Wochen und Monaten ebenso um Ideen, wie denn der Kiez grüner werden kann: So unterstützte das Projekt „Grüne Tore“ auch die Bepflanzung von Baumscheiben, besonders in der Katzlerstraße, die auf Initiative des Treff 62 und engagierter Einzelner, wie dem Friseur Ali oder Personen aus der Moschee, in den letzten Jahren eine große Wandlung erlebt hat.

 

Das dritte Objekt ist ein „Grünes Tor“ eher im übertragenen Sinn: Es entstand im Juli 2011 auf dem Spielplatz in der Mansteinstraße 11 (neben der Mansteinstraße 10/10a). Hier halfen Kinder, Jugendliche und einige Erwachsene mit, eine ehemals zugemüllte und nicht genutzte Beton-Litfaßsäule in einen Ort lebendiger Kultur zu verwandeln. Die Jüngeren säten bunte Blumen, und ebenso farbenfroh sind die Graffitis der Jugendlichen auf der Säule. Etwas Eigenes geschaffen zu haben verleiht einem Verantwortung für das Ganze – das wirkt bis heute (Sommer 2012) fort.

 

Zwei temporäre Grüne Tore wurden im Zuge des Straßenfestes in der Großgörschenstraße am 11. September 2011 gebaut. Kinder und Jugendliche halfen mit, das Tor Nummer 5 aus hölzernen Gemüsekisten vom nahen Crellemarkt in Form von Zwillingstürmen direkt vor dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof zu errichten. Es erinnerte nicht nur an die Tragödie um das World Trade Center genau zehn Jahre zuvor, sondern stand gleichzeitig auch als Symbol für das Zusammenleben von Kulturen – wie zum Beispiel der Christen und Muslime.

 

Mütter aus dem Verein „Tigertatzen“ an der Elßholzstraße engagierten sich ebenso wie muslimische Frauen aus dem KulmerKiez beim sechsten Tor – doch das Kunstwerk, aus Schilf und Sonnenblumen in den Spielplatzzaun (neben Großgörschenstr. 28) geflochten, fand in der Nacht vor dem Straßenfest keine Liebe, wurde zerstört und blieb so fast unsichtbar.

 

Die Aktivitäten rund um das Projekt der Grünen Tore gipfelten im September 2011 im dritten bunten Nachbarschaftsfest auf der Großgörschenstraße: Dort präsentierte sich eine große Anzahl von Gruppen, Vereinen und Einrichtungen. Zusätzlich genoss das Publikum bei schönstem Sonnenschein ein vielfältiges Bühnenprogramm und unterschiedliche Mitmach-Angebote.

Wer wissen wollte, wie vielschichtig Pflanzen sind und wie sie am besten gedeihen, konnte sich Tipps und praktische Tricks bei einer Pflanzenexpertin holen und auch gleich noch etwas zu Heilkräutern erfahren.

Besonderen Applaus gab´s auch für die Mädchen des Treff 62: Sie führten eine Modenschau auf – stilecht auf dem roten Fest-Teppich und in einem echten Foto-Shooting perfekt festgehalten. Zwei Professorinnen der Modehochschule und eine professionelle Fotografin machten es möglich.

 

In der eigentlichen Winterpause des Projekts von November 2011 bis Mitte März 2012 wurden die schon bestehenden Tore weiter gepflegt, und nach langen Amtswegen konnte am Heiligen Abend auch das bereits für den Sommer eingeplante vierte Tor noch errichtet werden: Auf dem Platz zum U-Bahneingang Yorckstraße (Ecke Katzlerstraße) stand dann eine schön geschwungene Konstruktion aus Flacheisen.

 

Bepflanzt werden konnte dieses Grüne Tor dann erst im nächsten Frühjahr, Anfang April. Weil zwischenzeitlich die Form überbogen wurde und dort wie auch in der Katzlerstraße der Blumenklau umging, gab es im Mai, Juni und Juli 2012 einen neuen Anlauf: das Eisen wurde gerichtet und die gespendeten Rosenbüsche, Liebstöckel, Sonnenblumen, Farne und noch viel mehr wuchsen trotz der unwirtlichen Ecke an und gedeihen nun unter der Supervision der vielen Kinder und Jugendlichen vom Boltzplatz, ihrer Mütter und den älteren Herren der nahen Moschee .

 

Einmal alle wieder bei der Sache kam der alte Elan zum Bau des siebten Grünen Tores auf der riesigen Baumscheibe vor dem Haus Yorckstr. 48 zum Tragen. Auf Augenhöhe lernten sich Kulturpflanzen auf gestelzten Rinnen und Un-Kräutern von Brennnesseln kennen, bis der Mäher kam …

 

Neben einem Ausflug zur Stadtnatur auf der Pfaueninsel stand im Juli noch eine Baumscheiben-Pflanzaktionen auf dem Programm – und Mitte August ging´s dann ans nächste Grüne Tor: Aus geschwungenen Plexiglas-Gefäßen wachsen nun am Fuße einer großen Platane blühende Zierpflanzen, wiederum in direkter Nachbarschaft zu ihren “wilden” Verwandten.

 

 

Machen Sie mit – herzlich willkommen!

Weitere Freundinnen und Freude des Projekts „Grüne Tore“ sind jederzeit willkommen!

 

In den nächsten Wochen wünschen wir uns Erfolg beim zweiten Versuch in der Bautzener Straße ein Grünes Tor zu errichten. Im Umfeld der Kulmer Straße darf sich auch noch eines wiederfinden. Mit Bestimmtheit werden dort zu den bestehenden Baumscheibenbepflanzungen noch einige im Zusammenwirken der Anwohner/innen hinzukommen.

Für alle in 2011 errichteten Grünen Tore gibt es Pflegepatenschaften, die sich natürlich über jede weitere Unterstützung freuen. Für die neuen Grünen Tore und Baumscheibenbepflanzungen aus 2012 suchen wir noch Paten/Patinnen.

 

Haben Sie Lust,

 

Ihre Ideen für die nächsten Aktionen mit einzubringen?

Beim Aufbau von Toren mitzumachen?

Baumscheiben oder andere Flächen zu bepflanzen?

Bei der Pflege der Tore und der schon gesetzten Pflanzen mitzumachen?

Auf Ausflügen noch mehr (Stadt-)Natur zu erleben?

Melden Sie sich bei uns, es ist unser aller Projekt – wir freuen uns auf Sie!

 

Sofia Camargo & Thomas E.J. Klasen

Tel: 0163-201 9600 / 0177-431 1304

Mail: wideartworld@yahoo.de

 

 

 

text: Thomas E.J. Klasen/S. Wolkenhauer;

 

 

admin in Grüne Tore am 18. 11. 2012 » 0 Kommentare

Straßenfest Großgörschenstraße 09.09.2012

Am 09.September fand das diesjährige, vierte,  Straßenfest in der Großgörschenstraße statt. Wie im letzten Jahr hatten auch dieses Mal alle Einrichtungen der Umgebung Stände aufgebaut und waren selbst vertreten und für jegliche Fragen offen.

Für Groß und Klein war der Nachmittag gerettet, während die einen schauten und staunten konnten die anderen spielen, sich austauschen und sich kennenlernen.  25 Stände boten Vielfalt, es gab Essen warmes sowie kaltes, Getränke, Kuchen, Kunst, Film und Mode oder Hairstyling  und jede Menge Informationen. Und auch das schöne Spätsommerwetter sorgte für gute Laune.

Die Stände: AIF- Bautzener Straße,  AG Gleisdreieck, Anadolu Moschee, „BürgerMitArbeit“, Efeu e.V., Förderverein Freunde der Neumark-Grundschule, Freeda, Fresh 30, Harmonie e.V., Hausprojekt Katzler-13, Heroes, IG Potsdamer Straße, INA.Kinder.Garten, Johanniter Mobilitätsdienst, Jugendkunstpaten e. V.  Nachbarschaftszentrum Steinmetzstraße, Quartiersmanagemet und Quartiersrat Schöneberg-Nord, Regenbogenschutzkreis, „Schöneberg bewegt sich“, Stadtteilverein Schöneberg, Stadtplanungsamt, Theater O-Ton Art, Tigertatzen e.V., Treff 62 e.V.

Die Künstler: Abner Braig, Judith Brenner, Sofia Camargo, Melissa Dulius & Gustavo Jahn, Kiën Camargo Klasen, Ursula Cyriax, Thomas E.J. Klasen, Wolfgang Leonhardt, Hanna Michel, Kerstin Parlow, Marina Prüfer, Prof. Anke Schlöder schmückten die Straße in ein aufregendes, buntes Paradies.

Im Mittelpunkt des Festes stand die Modenschau der Mädchen aus dem Kiez. Sie trugen Kleider der Designerin Anke Schlöder, die selbst auch in Schöneberg Zuhause ist. Man konnte den Mädchen die Freude ansehen und so machte es doppelt und dreifach Spaß zuzusehen.

Gegen den Hunger und für das Auge war ausreichend gesorgt, auf der Bühne brachten uns die Musiker:  Bick Mäck, Canja Rave, Duo Bozena Dobrowolska und Volha Stankevich, Green Elephants, Ismail Souza, M.i.p.V., Laura Leitner, Paulos  Trommelgruppe aus dem PallasT und Raum 6 – Band Katzler-13 zum staunen.

Wir danken den Künstlern Sofia Camargo und Thomas E. J. Klasen für die Organisation des Festes, aber auch allen anderen, die ehrenamtlich mit geholfen haben auf die Beine zu stellen was auf die Beine zu stellen war.

 

text: Dorothea Marquardt

 

admin in Grüne Tore am 15. 09. 2012 » 0 Kommentare

Das Projekt

Das Projekt “Ich werde mehr” fand vom 08. 12. 2011 statt und wurde gefördert vom Quartiersmanagement Schöneberg Nord.

6 Jugendliche (weiblich und männlich) im Alter von 17 bis 20 Jahren multinationaler Herkunft besuchten je ein bis zwei Mal wöchentlich das Atelier Camargo in der Katzlerstraße, um künstlerische Arbeiten herzustellen bzw. Mappen für Bewerbungen (UDK Weißensee und HTW) zusammen zu stellen. Die ganze Arbeit hat mit der Akquisition von Ölfarben angefangen. Das Atelier roch nach Kunst. Alle Teilnehmer/innen haben neue Bilder angefangen. Eine Teilnehmerin und ein Teilnehmer haben ihre Bewerbungsmappen ergänzt und zusammengestellt. Bei der Gruppe der Jugendlichen handelte es sich fast ausschließlich um Teilnehmer/innen des Projektes „Ich werde“. Die Möglichkeit, durch das neue Projekt das Atelier weiterhin nutzen zu können, war für sie sehr gut. Sie konnten damit ihre „Entlassung“ in erhöhter Selbstständigkeit erleben und haben seit Mitte Februar die Möglichkeit per Schlüsselausleihe, das Atelier und darin befindliche Materialien auch alleine bzw. in der Gruppe zu nutzen, um an ihren Werken weiter zu arbeiten. Insofern ist das Projekt noch nicht wirklich abgeschlossen.

Im Februar fanden außerdem die Kunstworkshops in der Villa statt. Hier wurde zum Teil mit einzelnen Jugendlichen gearbeitet, aber auch in Gruppen im Offenen Bereich der Jugendfreizeiteinrichtung. Insgesamt nahmen dadurch 8 bis 10 Jugendliche (weiblich/männlich, multinationaler Herkunft) teil. Es wurden kunsttherapeutische Methoden eingesetzt, d.h. bei der künstlerischen Arbeit mit verschiedenen Materialien (Pastell, Acryl und Seidenstoffe auf Leinwänden) gab es Gespräche mit und unter den Jugendlichen, die sich mit ihrem Alltag, Erlebnissen und auch Ängsten auseinandersetzten. Bei der Gruppenarbeit war es ein wichtiges Ziel, dass die Teilnehmer/innen respektvoll miteinander umgehen und gemeinsam an den Bildern arbeiteten. Die Dialoge verliefen dabei auch nonverbal. Zuschauer wurden dabei einbezogen. Es hat sich gezeigt, dass sich diese Arbeit mit Jugendlichen im Offenen Bereich sehr beruhigend und wohltuend auf die Atmosphäre auswirken kann. Selbst Jugendliche, die von sich meinten, untalentiert zu sein, bekamen den Mut, sich zu beteiligen und hatten große Freude daran. Momentan hängen die Bilder an den Wänden der Einrichtung und sie werden sehr wahrgenommen.

admin in Ich werde mehr 2011/12 am 27. 03. 2012 » 0 Kommentare

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